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Haftpflichtschaden Kaskoschaden

Kfz-Gutachten

Wenn ein Unfallbeteiligter bei einem Verkehrsunfall nicht Verursacher sondern Geschädigter ist, dann spricht man von einem sogenannten Haftpflichtschaden. Dies bedeutet, dass der Verursacher des Unfalls den gesamten Schaden, der dem Geschädigten durch Unfall entstanden ist, ersetzen muss.
 
Als Geschädigter müssen Sie den entstandenen Schaden der gegnerischen Versicherung mitteilen. Damit Ihre Ersatzansprüche auch im vollen Umfang geltend gemacht werden können, müssen Sie den Schadensumfang und die Schadenshöhe nachweisen. Hierzu wird ein Gutachten über den Schaden erstellt. Immer öfter beauftragt der Versicherer im Haftpflichtschadenfall den hauseigenen Versicherungs-Sachverständigen, ohne Sie zu informieren und ihre Zustimmung einzuholen. Dabei können Sie als Auftraggeber frei wählen, wer für Sie das Gutachten erstellt.
 
Wenn Sie es wünschen, erstelle ich Ihnen auch hier ein Gutachten.
 
 
Im Folgenden eine kurze Auswahl Ihrer wichtigsten Ansprüche (Schadenersatzforderungen):
 
Ein Bagatellschaden liegt vor, wenn die Reparaturkosten nicht höher als ca. 750,00 EUR sind. Hier ist ein Kostenvoranschlag ausreichend. Wenn die Reparaturkosten jedoch die Kostengrenze übersteigen, ist ein Sachverständigengutachten erforderlich. Die Kosten für das Sachverständigengutachten muss die gegnerische Versicherung übernehmen.
 
Für die Reparaturdauer Ihres Fahrzeuges steht ihnen kostenfrei ein Mietwagen zu. Wenn sie diesen aber nicht benötigen, können Sie statt des Mietwagens Nutzungsausfallentschädigung verlangen. Die Höhe richtet sich nach dem Fahrzeugtyp und wird nach Tabellen von Danner/Küpperbusch durch den Sachverständigen ermittelt.
 
Die Wertminderung (merkantiler Minderwert) wird bei einem Pkw nur übernommen, wenn das Fahrzeug:
  • nicht älter als ca. 5 Jahre alt ist,
  • bis ca. 100.000 Kilometer gefahren wurde und
  • beim Unfall erheblich beschädigt worden ist.
Die Wertminderung stellt einen finanziellen Ausgleich gegenüber einem nicht verunfallten Fahrzeug dar (nach Halbgewachs).
 
Ein Totalschadenfall liegt vor, wenn die Reparaturkosten höher sind als der Wiederbeschaffungswert Ihres Fahrzeuges.
Wenn Sie Ihr Fahrzeug aber weiter nutzen wollen, können Sie Ihr Fahrzeug in einer Fachwerkstatt reparieren lassen, sofern die voraussichtlichen Reparaturkosten gem. Sachverständigengutachten nicht 30 % des Wiederbeschaffungswertes Ihres Fahrzeugs übersteigen.
 
Lassen Sie Ihr Fahrzeug jedoch nicht reparieren, haben Sie Anspruch auf den Wiederbeschaffungspreis abzüglich des Restwertes, den Ihr Sachverständiger ermittelt hat. Restwerte sind Angebote/ Beträge, die der Sachverständige bei Verwertungsunternehmen, Autohäusern, Werkstätten, ggf. Restwertbörsen einholen muss.
 
Ist Ihr Fahrzeug bei einem Unfall beschädigt worden, so können Sie von dem ersatzpflichtigen Schädiger anstatt der Reparatur, den erforderlichen Geldbetrag verlangen. Hierbei ist das Schadensgutachten über die Höhe der voraussichtlichen Reparaturkosten, eine sachgerechte Grundlage der Schadenregulierung durch den Versicherer.
 
Bei einer fiktiver Schadenabrechnung (nach Gutachten auszahlen lassen), erhält der Geschädigte nur den Nettobetrag. Durch die Neuregelung vom 01.07.2002 wird die Mehrwertsteuer nur dann ersetzt, wenn und soweit sie auch tatsächlich angefallen ist.

Über die hier fett gedruckten Begriffe und über die Regel- und Differenzbesteuerung befragen Sie Ihren Sachverständigen.

 
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